Die Robert Bosch Schule

Geschichte der Robert-Bosch-Schule

Ein Name ist nicht Schall und Rauch

Seit ihrer Gründung im Jahre 1910 war die Robert-Bosch-Schule zunächst im Gebäude der Hohensteinschule untergebracht. Sie hieß über vierzig Jahre lang schlicht und einfach Gewerbliche Berufsschule Zuffenhausen.

In der damaligen "Gewerbeschule mit Tagesunterricht", gab es einen hauptamtlichen Gewerbelehrer, der ca. 160 Schüler unterrichtete, die bereits nach Berufsgruppen getrennt waren. Rasant steigende Schülerzahlen der ortsansässigen Ausbildungsbetriebe – insbesondere der Robert Bosch GmbH - führten dann 1925 zunächst zu der Errichtung einer Robert-Bosch-Abteilung und fünf Jahre später zur Einweihung des Schulgebäudes, das der renommierte Architekt Paul Schmitthenner entworfen hatte.

In den dreißiger Jahren wurde dann die Ausbildung für die Metallberufe verstärkt und damit ein weiterer Grundsteinfür das weitreichende Bildungsangebot der Schule gelegt.

1954 war es dann soweit: Die Robert-Bosch-Schule erhielt ihren Namen als Erinnerung an den Firmengründer, der selbst nach seinen eigenen Worten keine gute Lehre gehabt hatte.

Natürlich kann man heute vieles über den großen Industriellen und Wirtschaftsführer lesen, der einmal in das Fremdenbuch eines Gasthauses  einen denkwürdigen Eintrag vorgenommen hat. Neben seinem Namen schrieb er in die Spalte Amtsbezeichnungen das Wort "Mensch". Aber gerade Begebenheiten wie diese zeigen, dass hinter dem Namen viel mehr steckt.

Das gilt auch heute für die Robert-Bosch-Schule und ihre über 60 Lehrkräfte, die ca. 1300 Auszubildende auf ihren Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft vorbereiten. Die Entwicklung von der gewerblichen Berufsschule Zuffenhausen zur Robert-Bosch-Schule Stuttgart.

1908

Beginn der gewerblichen Berufsausbildung in Zuffenhausen. Der Stadtgemeinde wird ein Gewerbelehrer zur Verfügung gestellt. Im folgenden Schuljahr unterrichtet dieser Lehrer 165 Schüler, die "gemischte Berufe" erlernen, bzw. eine Handelsschulabteilung besuchen.

1925

Robert Bosch, Gründer der gleichnamigen Firma, erwirkt, dass die seit 1913 bestehende Lehrlingsabteilung von Stuttgart nach Feuerbach verlegt wird. Neben Lehrwerkstätten werden auch Räume für den theoretischen Unterricht der Gewerbeschule bereit gestellt.

1945

Nach Kriegsende erfolgt die Wiederaufnahme des Unterrichts mit fünf Lehrern. Durch Bombeneinwirkung und Besetzung sind starke Gebäudeschäden vorhanden. Die Volksschule, das Gymnasium und später das berufspädagogische Institut nehmen in einem anderen Gebäude den Schulbetrieb wieder auf.

1954

Die Robert-Bosch-Schule erhält ihren heutigen Namen. Elf Schulräume stehen für 1570 Schüler zur Verfügung, die folgende Berufe erlernen: Dreher, Feinmechaniker, Mechaniker, Maschinenschlosser, Technische Zeichner, Werkzeugmacher, Schlosser, Feinblechner, Karosseriebauer, Elektromechaniker, Fernmeldemonteur, Elektrolaborant. 19 Lehrer, vier hauptamtliche und zwei nebenamtliche Lehrmeister sind im Einsatz . Wegen des Raum- und Lehrermangels findet ein verkürzter Unterricht mit durchschnittlich sieben Wochenstunden statt.

1972

Die Robert-Bosch-Schule feiert ihr vierzigjähriges Bestehen. Vier Berufsgruppen werden nach neuestem technischen Wissensstand ausgebildet. Aus dem Berufsfeld Metalltechnik sind es die Mechaniker und verwandte Berufe, die Technischen Zeichner, Fachrichtung Maschinenbau, die Feinblechner und Karosseriebauer, sowie Auszubildende aus dem Berufsfeld Elektrotechnik und Elektronik. Darüber hinaus werden Aufbaulehrgänge angeboten. In der Berufsschule werden ca. 1200 Schüler/innen von 37 Lehrern und zehn Gewerbelehrer-Anwärtern betreut und angeleitet. In der Technikerschule lernen 186 Fachschüler/innen für das berufliche Weiterkommen.

Heute

Unterstützt von über 60 Lehrkräften nehmen etwa 1300 Schüler/innen an einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung teil.

Das Gebäude Hohensteinstraße (Gebäude B)

Erbaut 1975 –1983 als Erweiterung des Hauptgebäudes A. In dem dreistöckigen Bau sind Klassenzimmer sowie zahlreiche Werkstätten und Labore untergebracht.

Das Gebäude Gotenstraße (Gebäude C)

In dem Zweckbau befinden sich drei Werkstätten: Schweißerei, Karosseriewerkstatt und Schmiede. Die Werkstätten sind insgesamt geräumig und mit großen Fenstern ausgestattet, die mit viel Tageslicht die Räume erhellen.

Erweiterungsbau (Gebäude D)

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Edel in der Burgunderstraße wurde ein Erweiterungsbau mit modern ausgestatteten Unterrichtsräumen, Computerräumen und einem Schüleraufenthaltsbereich erstellt.